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UBS drückt sich vor klaren Klimazielen
Die Klimastrategie von UBS hat sich verschlechtert – und es fehlt ihr an Verbindlichkeit. Grund für Actares, den Nachhaltigkeitsbericht abzulehen.
An der Generalversammlung von UBS am 15. Apri 2026 wird Actares, Aktionärinnen und Aktionäre für mehr Konzernverantwortung, Fragen stellen zu den immer noch bestehenden Altlasten aus der Credit-Suisse-Übernahme und zur Klimstrategie von UBS. Diese ist nach wie vor ungenügend, sie hat sich sogar verschlechtert. Actares empfiehlt deshalb den Nachhaltigkeitsbericht zur Ablehnung – aus einer ganzen Reihe von Gründen: Ein Netto-Null-Ziel nennt UBS nur in Bezug auf betriebliche Treibhausgas-Emissionen, aber nicht in Bezug auf Finanzierungs- und Kapitalmarktaktivitäten – obwohl die allermeisten Emissionen im Zusammenhang mit letzteren entstehen. UBS hält zwar fest, die Wirtschaft bei der Umstellung auf Netto-Null unterstützen zu wollen, sieht sich selbst aber offenbar nicht als treibende Kraft. Dazu passt, dass sich UBS letztes Jahr aus der Net-Zero Banking Alliance (NZBA) zurückzog und sich bis heute nicht verpflichtet hat, Reduktionsziele durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) validieren zu lassen.
Dass sich UBS gegen klare Verpflichtungen sträubt, zeigt sich auch in der Unternehmenspolitik zu einzelnen Geschäftsbereichen: Das Netto-Null-Ziel für betriebliche Emissionen wurde von 2025 auf 2035 verschoben. Statt wie früher einmal 20 Prozent der Vermögenswerte im Asset Management auf Netto-Null auszurichten, zielt UBS jetzt nur noch darauf, dass 20 Prozent der angebotenen Fonds nachhaltig sind. Für Emissionen aus Kapitalmarktaktivitäten setzt sich UBS überhaupt kein Reduktionsziel. Und bei der Finanzierung fossiler Brennstoffe ist trotz gewissen Ausschlussbestimmungen immer noch vieles möglich.
Aufgrund der ungenügenden Klimastrategie lehnt Actares neben dem Nachhaltigkeitsbericht auch die Entlastung des Verwaltungsrats und die Kapitalreduktion ab. Nein sagt Actares auch zu allen Vergütungstraktanden, einschliesslich der Wiederwahl amtierender Mitglieder des Vergütungsausschusses. Die meisten übrigen Anträge – unter anderem zur Annahme des Jahresberichts und zu den Wahlen in den Verwaltungsrat – empfiehlt Actares zur Annahme.