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Klimastrategie von Swiss Re: Auf den Fortschritt folgt der Rückschritt

Nach ermutigenden Ansätzen in der Klima-Perfomance von Swiss Re, muss Actares nun einen Rückschritt konstatieren. Das Unternehmen will seine Reduktionsziele nicht mehr extern validieren lassen. Als Folge davon lehnt Actares dieses Jahr den Nachhaltigkeitsbericht ab.

Vor einem Jahr lobte Actares, Aktionärinnen und Aktionäre für mehr Konzernverantwortung, Swiss Re für kontinuierliche Fortschritte bei der Offenlegung von Treibhaus-Emissionen. Ein paar Monate später machte das Unternehmen in seiner Klimastrategie einen Schritt zurück: Ohne Angabe von Gründen teilte es mit, auf eine externe Validierung seiner Emissionsreduktionsziele durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) zu verzichten. Solch eine externe Validierung ist heute die Norm für vergleichbare Unternehmen und verleiht den Reduktionszielen Glaubwürdigkeit. Diese ist umso nötiger als Berichterstattung und Zielsetzung von Swiss Re trotz kürzlicher Fortschritte immer noch gewichtige Lücken aufweisen: Zurzeit existieren keine absoluten Emissionsreduktionsziele für Investitionen und nur ein Viertel des Prämienvolumens im Versicherungsgeschäft wird bei der Offenlegung der Emisionen erfasst.

An der Generalversammlung vom 10. April 2026 lehnt Actares deshalb den Nachhaltigkeitsbericht ab und verweigert die Entlastung. Nein sagt Actares auch zu sämtlichen Anträgen zu Vergütungsthemen und, als Folge der Ablehnung des Vergütungsberichts, zur Wiederwahl der Mitglieder des Vergütungsausschusses. Alle übrigen Anträge empfiehlt Actares zur Annahme, darunter den Jahresbericht, die Wahlen in den Verwaltungsrat, den Wechsel der Währung des Aktienkapitals und, durch letzeres bedingt, die Kapitalreduktion und die Erneuerung des Kapitalbands.

Gleichzeit wird Actares verschiedene Fragen stellen: zum Widerspruch, dass Swiss Re emissionsreiche Aktivitäten finanziert und andernorts gegen deren Folgen versichert; zu den Lehren, die gezogen wurden aus der Versicherung brasilianischer Grossfarmen, die in Entwaldung und soziale Konflikte verwickelt waren; und zur Bereitschaft bezüglich disruptiver geopolitscher Konflikte.