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Versorgungssicherheit als Kernauftrag von Sandoz
Sandoz hat auch im dritten Jahr der unternehmerischen Selbständigkeit gute Ergebnisse erzielt, welche in der Berichterstattung schlüssig begründet sind. Sorgen bereiten der Flirt des Managements mit überzogenen Gewinnprognosen und die Mehrfachbeanspruchung von zwei Verwaltungsräten durch externe Mandate.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung dokumentiert die erzielten Fortschritte. Die wesentlichen Elemente der Klimastrategie sind vorhanden, das Ziel der Netto-Null-Emissionsbilanz wurde festgelegt und die Planung wurde zur Überprüfung ihrer Wirksamkeit an die Science Based Targets Initiative (SBTi) überwiesen. Dieser Bewertung der Klimastrategie und der Berichterstattung über die erreichten Fortschritte sieht Actares mit Interesse entgegen.
Mehr Verantwortung für die Versorgungssicherheit wahrnehmen
Handlungsbedarf sieht Actares dagegen in anderen Bereichen der Unternehmensführung. Sandoz ist in einer Welt mit zahlreichen Arzneimittelkrisen als Grundversorgerin unverzichtbar. Deshalb legt Actares Wert darauf, dass Sandoz lösungsorientierte Beiträge leistet, um die nachhaltige Produktion kritischer Arzneimittel in Europa zu gewährleisten. Dazu gehört unter anderem, dass den Verhandlungen mit den Gesundheitsbehörden über faire Vergütungen für niedrigpreisige Medikamente und regulatorische Verpflichtungen die nötige Zeit eingeräumt wird. Angesichts der hohen Gewinnmarge von 21,7 Prozent und der grossen Marktpotenziale für europäische Biotech-Medikamente ist dies verkraftbar und eine Investition in die Reputation des Unternehmens.
Nein zu drei Wahlgeschäften und den Vergütungen
Mitglieder des Verwaltungsrats müssen sicherstellen, dass sie ihr Mandat mit der erforderlichen Sorgfalt und Verfügbarkeit ausüben können. Deshalb akzeptiert Actares nur ein einziges zusätzliches Mandat in einem börsenkotierten Unternehmen für den Präsidenten und maximal drei zusätzliche Mandate für die anderen Mitglieder des Verwaltungsrats. Diese Vorgabe wird durch die Herren Ghostine und Riedener nicht erfüllt. Actares kann nicht akzeptieren, dass der Verwaltungsratspräsident kürzlich das Präsidium der SGS AG übernommen hat. Trotz Kenntnis seiner Pläne zum Umgang mit den Risiken der vier anspruchsvollen Mandate kann Actares der Wiederwahl von Gilbert Ghostine als Mitglied und Präsident des Verwaltungsrats nicht zustimmen.
Zudem wird Actares den Vergütungsbericht 2025 und den Vergütungsplan 2027 für die Geschäftsleitung ablehnen, dies weil die Höhe und die Struktur der Vergütungen der Geschäftsleitung den Richtlinien von Actares nicht genügt.