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Holcim: Actares sagt Ja zum nichtfinanziellen Bericht

An der Generalversammlung empfiehlt Actares den nichtfinanziellen Bericht von Holcim zur Annahme. Das Unternehmen hat einen soliden Reduktionsplan für Treibhausgasemissionen und extern validierte Natur-bezogene Ziele. Actares bedauert aber, dass Amrize mit einer schwachen Klimastrategie in die Unabhängigkeit entlassen wurde.

An der letztjährigen Generalversammlung hat Actares, Aktonärinnen und Aktionäre für mehr Konzernverantwortung, der Abspaltung von Holcims Nordamerikageschäft zugestimmt. Gleichzeitig drückte Actares die Erwartung aus, dass das neu entstehende Unternehmen Amrize die Klimaziele von Holcim übernehme. Dies ist nicht geschehen, obwohl Amrize in der Abspaltungsphase auf die Vorarbeit von Holcim hätte zurückgreifen können. Actares bedauert dies.

Der verbleibende Teil von Holcim ist hingegen weiterhin auf Kurs. Die Klimastrategie des Unternehmens nennt die wichtigsten Hebel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie deren voraussichtlichen Beiträge zum Netto-Null-Ziel. Die Berichterstattung umfasst nun auch die Emissionen von Joint-Ventures und schliesst damit eine wichtige Lücke. Holcim testet zur Zeit verschiedene Projekte zur Abscheidung und Speicherung von CO2. Ab 2030 soll diese Technologie einen substanziellen Beitrag zur Emissionsreduktion leisten. Actares wird genau verfolgen, ob dieser Fahrplan eingehalten wird. Neben Klimazielen hat sich Holcim auch Ziele zum Süsswasserschutz in drei Gebieten gesetzt und diese vom Science Based Targets Network (SBTN) validieren lassen, als eines der ersten drei Unternehmen weltweit. Actares begrüsst dies und erwartet, dass Holcim sich weitere solche Ziele setzt.

Bis zur letzten Generalversammlung führte Holcim jeweils eine getrennte Abstimmung zum Klimabericht durch. Ab diesem Jahr gibt es nur noch eine Abstimmung zum Nachhaltigkeitsbericht, der auch den Klimabericht enthält. Damit kann sich das Aktionariat nicht mehr gleich differenziert ausdrücken – dafür gibt es nun statt zwei konsultativen, eine verbindliche Abstimmung. Actares empfiehlt den nichtfinanziellen Bericht zur Annahme.

Sämtliche Anträge zu Vergütungsthemen hingegen lehnt Actares ab. Der variable Anteil und die absolute Höhe der Vergütungen von Präsident und Geschäftsleitung überschreiten die Limiten der Actares-Abstimmungskriterien. Als Folge der Ablehnung des Vergütungsberichts, sagt Actares auch Nein zur Wiederwahl der amtierenden Mitglieder des Vergütungsausschusses. Ebenso spricht sich Actares gegen die Wiederwahl von Kim Fausing ins Präsidium aus: Actares bezweifelt, dass sich die Arbeitslast eines CEO von Danfoss mit derjenigen eines Präsidenten von Holcim vereinbaren lässt.

An der Generalversammlung wird Actares verschiedene Punkte ansprechen: Die rechtlichen Altlasten aus der Fusion mit Lafarge; die Nachhaltigkeit neuer Produkte; die soziale Verantwortung von Holcim für Bevölkerungen in der Nachbarschaft von Produktionsstandorten; und die aus Actares-Sicht überrissenen Vergütungen.