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Editorial: Kein ruhiger Herbst

Die zweite Jahreshälfte verläuft für ACTARES normalerweise eher ruhig. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr mit seiner schnellen Abfolge von Generalversammlungen gibt es weniger Gründe, an die Öffentlichkeit zu treten. 2005 war das anders. Im August erforderte die Umfrage von Nestlé bei seinen AktionärInnen von uns eine schnelle Reaktion. Schon nach drei Tagen waren unsere Empfehlungen veröffentlicht. Unsere Mitglieder konnten so problemlos die extrem kurze Rücksendefrist einhalten. Die neuen Töne bei Nestlé begrüssen wir. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich um eine neue Kultur oder um ein einmaliges Ereignis handelt.

Die Swisscom-Affäre sorgte für den nächsten Wirbel. In diesem atypischen Fall, wo nicht die Unternehmensleitung, sondern der Bund als Hauptaktionär im Rampenlicht stand, verteidigt ACTARES eine gute Unternehmensführung und die Einhaltung der Regeln. Nur so ist garantiert, dass die AktionärInnen ihren Standpunkt einbringen können. Die Tatsache, dass der Bundesrat als höchste Instanz des Landes so unbedarft gehandelt hat, hat uns überrascht und enttäuscht. Dieses Dossier bleibt aktuell.

Nebenbei stellen wir erfreut fest, dass ACTARES in den Medien vermehrt wahrgenommen wird. Unsere Stellungnahmen werden häufiger auch von grösseren Zeitungen und Agenturen zitiert.

Auch intern sind wichtige Meilensteine zu verzeichnen. Die neuen Richtlinien für Abstimmungen an Generalversammlungen sind unter Dach und werden in diesem "Info" vorgestellt. Der Vorstand hat die thematischen Prioritäten für 2006 festgelegt und an unserer Generalversammlung präsentiert. Die finanzielle Lage hat sich durch die neue Partnerschaft mit der Stiftung GlobalLokal markant verbessert.

Die Kontakte zu Unternehmen werden wir im bisherigen Stil weiterführen. Manche unter ihnen haben noch einen weiten Weg vor sich. Die Arbeit von ACTARES ist nötiger denn je.