Tipp des Monats

Heilen müssen wir selbst

Nicht ein einziger kann die Welt heilen. Das müssen wir schon gemeinsam tun. Actares empfiehlt «Klima – eine neue Perspektive» des Wirtschaftstheoretikers Charles Eisenstein.

Wie oft lasen wir über den neuen amerikanischen Präsidenten, dass er die USA heilen und die Gräben der zutiefst gespaltenen amerikanischen Gesellschaft wieder schliessen könne. Das klingt hoffnungsvoll, und es möge den Amerikaner*innen gegönnt sein, bald wieder in Frieden die grossen Zukunftsprojekte gemeinsam zu stemmen. Und die sind in der Tat gross. Allein der ökologische Schaden, den vorallem, aber längst nicht alleine, die USA unserem Planeten zufügen, bedarf der Heilung dringend. Wie das gehen kann, schlägt der bekannte Autor und Nachhaltigkeits-Vordenker Charles Eisenstein in seinem Werk «Klima – eine neue Perspektive» vor. Seine verschriftlichte Perspektive ist inzwischen ein Klassiker, den es zu lesen lohnt. Vielleicht gerade, weil der Philosoph und Mathematiker auch Amerikaner ist.

Eisenstein kommt zum Schluss, dass es nicht ausreicht, lediglich neue Formen der Energiegewinnung oder des Konsums einzuführen, um eine ökologisch nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Sein radikales Umdenken gründet im ganzheitlichen Fühlen und Handeln, der Vorstellung, dass alle Menschen miteinander und mit der Natur verbunden sind. Neben dem «Interbeing»-Gedanken erwartet er auch und vorallem, dass wir lernen, Verantwortung für unser Tun zu übernehmen. Nur so könne eine Heilung der klimatischen und auch der sozialen Systeme einsetzen.

«Klima – eine neue Perspektive», erschienen 2019, Europa-Verlag Fr. 31.90 (gebunden), Fr. 20.- (E-Book) «Climate – a new story», erhältlich in englischer Sprache