Dossier Novartis

Novartis überzeugt beim Klimaschutz, aber macht zu wenig gegen drohende Gesundheitskrisen

Erderwärmung und globale Gesundheitsherausforderungen haben einen immer grösseren Einfluss auf das Geschäft von Novartis. Deshalb erwartet Actares mehr Engagement sowie ab 2022 die Überprüfung der nicht-finanziellen Berichterstattung im Rahmen einer Konsultativabstimmung der Generalversammlung.

Novartis: GV 2021

Bleiben Sie vernünftig, liebe Verwaltungsrats-präsidenten!

Actares – Aktionärinnen und Aktionäre für nachhaltiges Wirtschaften – fühlt sich gezwungen, zur kürzlich publizierten, oberflächlichen und irreführenden Argumentation von 15 Schweizer Verwaltungsratspräsidenten gegen die Konzernverantwortungsinitiative Stellung zu nehmen.

Schwierige Zeiten für Aktionärinnen und Aktionäre

Die Saison der Generalversammlungen ist fast beendet. Gemäss Covid-19-Verordnung des Bundesrates fand sie vorwiegend in geschlossenem Rahmen statt. Das hat die Delegation der Stimmen an Actares erschwert oder verunmöglicht.

Votum von Actares an der Novartis-GV 2020

Gentherapie für Babys: Actares verurteilt die Lotterie von Novartis

Mit teuren Zukäufen statt eigener Forschung fährt Novartis eine riskante Strategie, mit Folgen für die Preisentwicklung und den Zugang zu Medikamenten. Die fragwürdige Verlosung von monatlich 100 Zolgensma-Behandlungen für todkranke Babys zeigt, dass die exzessiven Preise für zelltherapeutische Behandlungen bei der Zulassung offenbar an Grenzen stossen. Aktuell könnte Novartis ausserdem unter Druck geraten durch Lieferengpässe aufgrund der Coronavirus-Epidemie. Zu all diesen Punkten wird Actares an der Generalversammlung vom 28. Februar 2020 Erklärungen verlangen.

Novartis, GV 2020

Wohin steuern die Schweizer Pharmakonzerne?

Zwei Themenkreise standen seit Herbst 2018 im Fokus der Arbeitsgruppe Pharma: der Wandel von der traditionellen Herstellung von Medikamenten zu biochemischen und gentechnischen Verfahren und die Gefahren für Mensch und Umwelt durch die Verlagerung von Produktion und Zulieferung nach Asien.

Votum von Actares an der Novartis-GV 2019

Votum von Actares an der Novartis-GV 2017

Actares empfiehlt Boni für Nachhaltigkeit

Gemäss einer Umfrage von Actares hat kein Unternehmen im Swiss Market Index eine wirksame Nachhaltigkeitskomponente für die Vergütung der Geschäftsleitung. Actares wird diesen Mangel auch in Zukunft ansprechen.

Votum von Actares an der Novartis-GV

Hürden bei der Zugänglichkeit der Medikamente

Pharmaunternehmen spielen eine Schlüsselrolle in der weltweiten Versorgung mit Medikamenten. Wegen extrem hoher Behandlungskosten erhalten in Entwicklungsländern weniger als die Hälfte der Kranken die notwendigsten Medikamente. Auch Industrieländer werden sich die momentanen Preise nicht mehr lange leisten können. Actares verlangt mehr Transparenz bei der Preisgestaltung.

Nicht verpassen! ACTARES-Forum zu Pharmatests, am 27. November in Basel

ACTARES-Forum: Pharmatests ohne Grenzen

Mangelhafte Qualität von Protokollen

Zehn der zwanzig börsenkotierten Unternehmen haben 2013 ihre Generalversammlungen ausführlich protokolliert. Die anderen zehn lassen bezüglich Transparenz noch zu wünschen übrig.

Medikamentenstudien, Bussen, Vergütungen

Bei Medikamentenstudien in Entwicklungs- und Schwellenländern werden immer wieder Rechte von Patientinnen und Patienten missachtet – auch bei Novartis und Roche. Ebenfalls negativ aufgefallen sind die zahlreichen Bussen und Vergleichszahlungen bei Novartis und die überdimensionalen Vergütungen bei Roche.

Das Gesetz des Schweigens zeigt Risse

Die dritte Studie von ACTARES zum Thema Politikfinanzierung durch Grossunternehmen lüftet den Schleier ein wenig. Bei den Banken wurde die Transparenz leicht verbessert, andere Branchen bleiben im Dunklen. Hier und da werden beunruhigende Unzulänglichkeiten deutlich.

Klinische Studien bei Novartis

Im Gespräch mit dem Leiter der Pharmaabteilung von Novartis, David Epstein, bekräftigte dieser, dass weiterhin 60 bis 70 % der klinischen Studien «inhouse» von Novartis selbst durchgeführt würden.

Stopp für Parteispenden von Firmen

Die Unterstützung von Parteien durch die 20 grössten Unternehmen der Schweizer Börse hat in den letzten drei Jahren nur leicht abgenommen. Dies zeigt die kürzliche Neuauflage einer Umfrage, die ACTARES bereits Ende 2007 durchführte. ACTARES fordert eine vollständige Offenlegung politischer Aktivitäten von Unternehmen und ein Ende von Zahlungen an politische Parteien.

Keine Fortschritte bei Novartis

Sowohl bei der Sanierung der alten Chemiemülldeponien wie auch bei den Vergütungen bewegt sich Novartis wenig. Zu den Deponien kommen immer wieder neue Fakten ans Licht und bei den Vergütungen hat sich die Selbst­bedienungs­mentalität nicht geändert.

Novartis, GV 2011

ACTARES verlangt von Novartis die Sanierung aller Deponien und lehnt die Vergütungen ab

Regelmässig kommen neue beunruhigende Informationen zu den alten Chemiemüll-Deponien ans Licht. Es ist höchste Zeit für eine grundlegende und endgültige Sanierung. Die bisherige Verzögerungs- und Hinhaltetaktik hat sich nicht bewährt. Zudem lehnt ACTARES den Vergütungsbericht von Novartis ab, weil sich an der Selbstbedienungsmentalität wenig geändert hat.

Starrsinn von Novartis gefährdet Leben

Novartis lobt sich gerne für die Gratisabgabe von Medikamenten in Entwicklungsländern. Gleichzeitig klagt das Unternehmen in Indien zum vierten Mal den Patentschutz für sein Krebsmedikament Glivec ein. Das gefährdet die medizinische Versorgung von zahlreichen Ländern.

Frauenvertretung im Verwaltungsrat und Top-Management

Über die Hälfte der 20 grössten Schweizer Unternehmen unterstützen politische Parteien

Herr-liche Belohnungen?

Übermässige Vergütungen erfordern nach wie vor Interventionen von ACTARES und andern Akteuren. Zwar gibt es einige symbolische Ergebnisse zu verzeichnen, doch insgesamt ist fast alles beim Alten geblieben. Ausserdem scheint sich das enorme Ungleichgewicht in der Vertretung von Männern und Frauen in Führungsgremien noch immer nicht auszugleichen.

Kritik an Patentklage bei Novartis

Die Patentklage in Indien, die alten Chemiedeponien sowie die übersetzte Entlöhnung des Topmanagements waren Schwerpunkte der Kritik an der Generalversammlung von Novartis in Basel. Novartis nimmt den Dialog auf, hält jedoch an ihrem Standpunkt fest.

Seitenblicke: Subventionen für die Basler Chemie- und Pharmafirmen

Steuervermeidung durch Kapitalreduktion

In der letzten Zeit werden von börsenkotierten Gesellschaften immer häufiger Kapitalreduktionen durchgeführt, sei es durch Nennwertreduktionen oder durch den Rückkauf und die Vernichtung von Aktien, was vor allem für Grossaktionäre aus Steuergründen interessant ist.

Basler Chemie-Deponien: kaum Fortschritte

Auch 2005 hat ACTARES an den Generalversammlungen aller fünf grossen Basler Chemie- und Pharmafirmen das Wort ergriffen, um die äusserst schleppende Untersuchung und Sanierung der alten, ungesicherten Chemiedeponien im Raum Basel zu kritisieren. Seit unserer letzten Intervention ist nicht allzu viel geschehen.

Wie gefährlich sind die Basler Sondermülldeponien?

ACTARES hat sich an fünf Aktionärsversammlungen für eine Sanierung der Sondermülldeponien in der Region Basel engagiert. Dies hat zu einer Aussprache mit den Verantwortlichen für Deponiesicherheit geführt. Nach den Informationen über die laufenden Abklärungen sind die Zweifel nicht ausgeräumt, ob die Risiken richtig eingeschätzt und die Sanierungen rechtzeitig und umfassend durchgeführt werden.

Nachhaltigkeitsberichterstattung von Schweizer Unternehmen 2004

Seit der Gründung engagiert sich ACTARES bei Schweizer Unternehmen für eine transparente Berichterstattung zur Nachhaltigkeit. Um die Qualität der Publikationen besser beurteilen zu können, verglichen und bewerteten wir vor zwei Jahren die ersten Nachhaltigkeitsberichte von börsenkotierten Schweizer Unternehmen nach den Kriterien der Global Reporting Initiative. Seit letztem Jahr nimmt sich das Institute for Sustainable Management (IfSM) an der Fachhochschule Nordwestschweiz (Aargau) dieses Themas an. Es hat im Oktober 2004 die Resultate einer zweiten umfassenden Studie zur aktuellen Nachhaltigkeitsberichterstattung von Schweizer Unternehmen publiziert.

Basler Chemie soll Giftmülldeponien sanieren

ACTARES brachte an den Generalversammlungen von fünf Basler Chemie- und Pharmafirmen das seit Jahren debattierte Problem der wilden Giftmülldeponien in der Region zur Sprache. AktionärInnen forderten die Verwaltungsräte von Novartis, Ciba Spezialitätenchmie, Clariant, Roche und Syngenta auf, die endlose Auseinandersetzung zu beenden und die ungesicherten Deponien, in denen die Basler Chemie während der vierziger und fünfziger Jahre ihre giftigen Abfälle sorglos entsorgt hatte, umgehend zu räumen.

Editorial: Gesprächskultur von Schweizer Grossunternehmen – Nestlé oder Novartis?

Das TRIPS-Abkommen und der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten

Vergleich der ersten Nachhaltigkeitsberichte von Schweizer Grossunternehmen

Nachhaltigkeitsberichte von sechs Schweizer Grossunternehmen im Vergleich