Tipp des Monats

Zahl des Monats: 10

Der Technologiekonzern Google will in 10 Jahren mit ausschliesslich CO2-freien Energie-Nutzung die Welt verbessern. Und die Credit Suisse kündigt an, in den kommenden 10 Jahren mit insgesamt 300 Milliarden Franken die grüne Wirtschaft zu finanzieren. Greenwashing? Leere Versprechen? Oder echtes Umdenken?

Google will künftig alle seine Rechenzentren und Büros mit CO2-freier Energie versorgen. Das liess Konzernchef Sundar Pichai im September verlauten. «Wir werden dies erreichen, indem wir rund um die Uhr kohlenstofffreie Energie überall dort kaufen, wo wir tätig sind.» Google werde Technologien fördern, die eine CO2-freie Versorgung ermöglichen.
Bemerkenswert war die Aussage, dass Google ausserdem politische Massnahmen unterstützen werde, die ein kohlenstofffreies Elektrizitätssystem schaffen. Kein Unternehmen könne das Problem des Klimawandels alleine lösen, so Pichai. Der Konzern wolle aber zahlreichen Städten dabei helfen, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und dabei mehr als 20’000 neue Arbeitsplätze im Bereich der sauberen Energie und den damit verbundenen Industrien auf der ganzen Welt zu schaffen.

Auch die CS machte kürzlich von sich reden. Lydie Hudson, CEO für «Sustainabilitiy, Research & Investment Solutions» soll ihr Image bald verbessern und dafür sorgen, dass sie nicht weiter Zielscheibe von Umweltaktivistinnen ist. Die Bank ist im Öl- und Gasgeschäft dick drin und konnte den stichhaltigen Vorwürfen von Greenpeace und Amazon Watch wenig entgegensetzen. Nun soll alles besser werden: Mit 300 Milliarden Franken will die Bank in den kommenden 10 Jahren die grüne Wirtschaft finanzieren.

Actares wird die Ankündigung der CS sowie anderer SMI-Unternehmen auch in den nächsten 10 Jahren mit Interesse und kritischer Beobachtung im Sinne der Aktionärinnen und Aktionäre für nachhaltiges Wirtschaften verfolgen.