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Syngenta muss Sorge tragen zur Umwelt

Die Umweltfolgen des eigenen Geschäfts bedenken und den Frauenanteil im Verwaltungsrat erhöhen. Diese Anliegen gibt Actares, Vereinigung für eine verantwortungsvolle Wirtschaft, Syngenta mit auf den Weg - an der voraussichtlich letzten Generalversammlung des Unternehmens vor der Dekotierung.

Auch nach der Übernahme durch ChemChina und der anstehenden Dekotierung von der Schweizer Börse soll Syngenta die Umweltfolgen seines Geschäfts nicht aus den Augen verlieren. Das fordert Actares, Vereinigung für eine Wirtschaft mit Verantwortung, an der Generalversammlung vom Montag, dem 26. Juni 2017.

Actares wird daran erinnern, dass bisher nicht widerlegt wurde, dass Neonicotinoide ein Grund für das Massensterben von Bienen oder für die Reduktion ihrer Artenvielfalt sein könnten. Neonicotinoide sind systemische Pestizide, mit denen das Saatgut oder der Boden behandelt wird. Sie bleiben über Monate oder Jahre hinweg aktiv. Die Europäische Union und die Schweiz haben 2013 ein teilweises Moratorium für die Anwendung von Neonicotinoiden angeordnet, um deren Wirkung auf die Bienen genauer untersuchen zu lassen. Syngenta ist die Produzentin des vom EU-Moratorium betroffenen Neonicotinoids Thiametoxam.

Im Weiteren wird Actares die kumulativen Effekte von Pestiziden ansprechen. Während sich die Tests für die Zulassung von Pestiziden jeweils mit einem Produkt beschäftigen, setzt die Landwirtschaft verschiedene Produkte in den gleichen Räumen ein. Befasst sich Syngenta mit den weitergehenden Auswirkungen eines solchen “Pestizid-Cocktails”, zum Beispiel auf Erde und Sickerwasser? Und trägt Syngenta zur Minimierung dieser Problematik bei, zum Beispiel durch Beratung der Anwender?

Schliesslich wird Actares auch die mangelnde Frauenvertretung im erneuerten Verwaltungsrat beanstanden. Syngenta und ChemChina erhalten je vier Sitze - damit ist die Parität zwischen den beiden Unternehmen gewährleistet. Aber wo bleibt die Parität zwischen Frauen und Männern? Unter den acht zur Wahl stehenden Verwaltungsratsmitgliedern gibt es nur eine Frau und unter den Neuzugängen keine einzige. Actares wird deshalb den eigenen Abstimmungskriterien folgend die Wahl aller Neuzugänge ablehnen.