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Green Bonds oder Kohle: Wofür steht Credit Suisse?

In der “Erklärung zum Klimawandel” anerkennt Credit Suisse, einen Teil zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen zu müssen. Doch was tut die Bank konkret? An der Generalversammlung fordert Actares, Aktionariat für nachhaltiges Wirtschaften, Taten statt Worte.

Credit Suisse ist im europäischen Vergleich die drittgrösste Geldgeberin an Unternehmen, deren Geschäft auf fossilen Brennstoffen basiert. Actares begrüsst, dass Credit Suisse sich als führende Anbieterin von nachhaltigen Anlagen positionieren möchte. Wenn die Bank jedoch weiterhin mit Milliarden von Franken Unternehmen finanziert, deren Geschäft auf fossilen Brennstoffen basiert, dann verwickelt sie sich in Widersprüche.

Kohlefinanzierung: Zeit für eine Kursänderung
Actares, Aktionariat für nachhaltiges Wirtschaften, fordert, dass Credit Suisse die internen Richtlinien an das Pariser Abkommen anpasst. Das heisst, die Finanzierungen der Bank sollten kompatibel sein mit den Vorgaben des Weltklimarates (IPCC), um die Erderwärmung unter +1,5°C zu halten. Andere Banken und insbesondere Versicherungen haben bereits reagiert: Swiss Re zum Beispiel hat die internen Richtlinien zur Finanzierung von Kohleunternehmen deutlich verschärft. Wann folgt Credit Suisse?

Menschenrechte: Konsequenzen nach dem Dammbruch in Brasilien?
Am 25. Januar 2019, nur drei Jahre nach dem Bruch eines Damms des Bergbauunternehmens Samarco Mineracao (ein Joint Venture von Vale und BHP), erlebte Brasilien erneut eine grosse Tragödie durch die Minenindustrie. Der Dammbruch der Firma Vale in der brasilianischen Kleinstadt Brumadinho und die daraus folgende Schlammlawine zerstörte Siedlungen und kostete das Leben von 306 Personen (davon sind 100 noch verschüttet). Credit Suisse hält Aktien im Wert von 40,49 Millionen Euro von Vale (Stand April 2019). Was hat die Bank nach der ersten Katastrophe unternommen, was nach der zweiten? Was braucht es, damit sich Credit Suisse aus der Finanzierung eines Unternehmens wie Vale zurückzieht? Actares verlangt im Namen des Internationalen Netzwerks der Vale-Betroffenen dazu Erklärungen.