ACTARES begrüsst an der Generalversammlung von Novartis vom 23. Februar 2012 die erzielte Einigung bezüglich der Arbeitsplätze in Nyon und Basel, kritisiert jedoch das sehr ungeschickte Vorgehen, das viel Geschirr zerschlagen hat und als Erpressung wahrgenommen wurde. Weiter stellt ACTARES Fragen zur umfangreichen Auslagerung von klinischen Studien. Zweifel an der weltweiten Durchsetzung höchster Standards zum Schutz der Patientinnen und Patienten konnte auch eine Stellungnahme von Novartis nicht ausräumen.
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Die Verantwortlichen von Novartis haben Mut gezeigt und korrigieren den Fehlentscheid vom letzten Herbst. Der Erhalt des Produktionsstandortes Nyon ist gesichert und die ursprünglich geplanten Entlassungen in Basel konnten auf ein Drittel verringert werden. Die heftigen Reaktionen auf die radikalen Abbaupläne des Basler Pharmakonzerns haben ihre Wirkung getan.
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Bundesrat und Parlament sollen dafür sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit Menschenrechte und Umwelt respektieren müssen. Das fordern rund 50 Organisationen - darunter ACTARES - in einer gemeinsamen Kampagne und einer Petition.
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Die Argumente, die Novartis zur Rechtfertigung der am 25. Oktober angekündigten Kosteneinsparungen vorbringt, überzeugen ganz und gar nicht. Dies gilt in besonderem Masse für die Schliessung des Standorts Nyon. ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften und ARPIP, die Vereinigung der Arbeitnehmervertreter in den Pensionskassen, rufen die Aktionärinnen und Aktionäre von Novartis auf, von den Verantwortlichen des Unternehmens Erklärungen zu verlangen. Private und institutionelle Anleger, namentlich jene, denen die Interessen der Arbeitnehmerschaft und der regionalen Bevölkerung am Herzen liegen, können die Beschlüsse des multinationalen Pharmakonzerns nicht stützen.
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ACTARES, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften, zieht aus der Straflosigkeit der für die UBS-Katastrophe Verantwortlichen den Schluss, dass ein spezieller Gerichtshof für Aktionärsanliegen geschaffen werden sollte. Bei einer Klage gegen UBS wäre es um einen Schaden von 50 bis 250 Milliarden Franken gegangen, was zu unbezahlbaren Gerichtskosten geführt hätte. Deshalb soll auf eidgenössischer Ebene ein Gerichtshof geschaffen werden, der für Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Aktionariat und den Führungsverantwortlichen von in der Schweiz börsenkotierten Unternehmen zuständig ist.
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Die Unterstützung von Parteien durch die 20 grössten Unternehmen der Schweizer Börse hat in den letzten drei Jahren nur leicht abgenommen. Dies zeigt die kürzliche Neuauflage einer Umfrage, die ACTARES bereits Ende 2007 durchführte. ACTARES fordert eine vollständige Offenlegung politischer Aktivitäten von Unternehmen und ein Ende von Zahlungen an politische Parteien.
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