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Swiss Re: Den eingeschlagenen Weg weiter forcieren

Actares, Aktionärinnen und Aktionäre für eine Wirtschaft mit Verantwortung, nimmt erfreut zur Kenntnis, dass Swiss Re 2019 weitere wesentliche Schritte hin zu einer verantwortungsvollen Klima- und Umweltpolitik getan hat. Diesen Weg soll Swiss Re nun weitergehen, mit entsprechenden Zielen hinterlegen und das Management konsequent daran messen.

Swiss Re nimmt innerhalb der Versicherungsbranche in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften seit jeher eine Vorreiterrolle ein. Das Unternehmen hat 2019 weitere wesentliche Schritte in Richtung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft getan. So wurde beispielsweise – wie von Actares anlässlich der Generalversammlung 2019 gefordert – neben dem prozentualen Grenzwert ein absoluter CO2-Emissions-Grenzwert für Investitionen in Unternehmen eingeführt. Weiter ist Swiss Re unter anderem der Initiative «UN Business Ambition for 1.5°C» beigetreten und hat die UN-gestützte «Net-Zero Asset Owner Alliance» initiiert. All dies resultiert darin, dass Swiss Re in der Rangliste der «saubersten» Versicherungen von «Unfriend Coal» den ersten Platz einnimmt.

Speziell zu erwähnen ist der Schritt von Swiss Re, neben Schwellenwerten für die Kohlenproduktion auch solche für andere fossile Brennstoffe wie Öl und Gas einzuführen. Die Unterstützung für zehn Prozent der weltweit kohlenstoffintensivsten Öl- und Gasproduzenten soll bis 2023 schrittweise eingestellt werden. Damit nimmt der Rückversicherer branchenweit eine wichtige Rolle ein und kann Vorbild für andere Versicherer sein.

Um diesen richtigen Weg jetzt weiter zu forcieren, erwartet Actares, dass Swiss Re

  • diesen Kurs konsequent weitergeht und sich stärker in Wirtschaftsverbänden und zunehmend als Investor für einen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft einsetzt;
  • zeitnahe verbindliche Ziele für das Underwriting und für das Asset Management aufstellt, die im Einklang mit dem Pariser Abkommen und dem 1.5°C Pledge stehen;
  • diese Zielerreichung klar und transparent kommuniziert, in der Vergütung des Top-Managements substanziell widerspiegelt und in den Geschäftsberichten ausweist.

Zudem hofft Actares, dass der neu zu wählende Verwaltungsrat (und designierte Präsident ab GV 2021) Sergio Ermotti, das kommende Jahr nutzen wird, um seine Sensitivität für Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf das hohe Niveau von Swiss Re anzuheben – nachdem er in seiner Vergangenheit bei UBS mutigere Schritte in dieser Beziehung vermissen liess, und Actares diese stets fordern musste.