Charta

Gründe für unser Engagement:

  • Eine verantwortungsbewusste Haltung der AktionärInnen ist notwendig. Nachhaltig orientierte AktionärInnen sind sich bewusst, dass die Tätigkeit der Aktiengesellschaften Auswirkungen hat auf Personen, Gesellschaft und Umwelt.

  • Die Ausrichtung der Aktiengesellschaften auf eine nachhaltige Entwicklung im sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bereich, sowie auf der Basis der Menschenrechte ist unerlässlich.

  • Diese Verantwortung betrifft uns alle, weil sehr viele Menschen Aktien besitzen, entweder direkt oder indirekt über Sparguthaben, Anteile von Anlagefonds oder als Mitglied einer Pensionskasse.

  • Je mehr AktionärInnen an immer mehr General­versamm­lungen ihre Bedenken zum Ausdruck bringen und ihre Stimmrechte ausüben, umso grösser wird unser Einfluss.

  • Durch die Globalisierung der Wirtschaft und das Wachstum des internationalen Handels entsteht ein immer stärkerer Druck auf die Menschen, die Gesellschaft und die Umwelt.

  • Armut breitet sich aus, Ungleichheiten vergrössern sich, die Rohstoffe werden immer intensiver und bis zur Erschöpfung ausgebeutet, die Umweltzerstörung nimmt zu und Konflikte und Spannungen zwischen Gemeinschaften und Völkern vermehren sich.

Aus allen diesen Gründen wollen wir Mitglieder des Vereins Actares, AktionärInnen für nachhaltiges Wirtschaften diese Verantwortung wahrnehmen, und zwar durch:

  • konstruktive Kontakte und Verhandlungen mit den Unternehmen,
  • Erarbeitung von Abstimmungsempfehlungen,
  • aktive Teilnahme an Generalversammlungen,
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit,
  • Förderung der Bildung von Anlagefonds, deren Wertpapiere in unserem Sinn besonders sorgfältig ausgewählt werden,
  • Sensibilisierung von privaten und kommerziellen Verwaltungsorganen von Aktienportefeuilles,
  • Vorstösse bei Behörden und politischen Parteien für die Verbesserung der Aktionärsrechte und der Haftung der Unternehmen.

Die vorliegende Charta ist entwicklungsfähig und soll, wie in den Statuten vorgesehen, kontinuierlich von Arbeitsgruppen diskutiert und überarbeitet werden.

Bern/Genf, Juli 2011